Mit Google Analytics erfolgreich Kampagnen tracken

Google Analytics ist ein effizientes Tool für Webanalysen. Vielen Webmastern ist dies bereits bewusst. Sie setzen Analytics daher häufig und gerne für die Ermittlung von Besucherzahlen einer Website ein. Doch dass Google‘s Analyse Waffe neben dem Visitor Tracking auch den realen Erfolg von Online Marketing Kampagnen messen kann, ist so manchem Anwender noch nicht klar.

Um dies zu tun ist eine Kombination aus Kampagnen-Tracking und Conversion-Tracking nötig. Denn diese kann, im Gegensatz zu Offline Kampagnen, genau Auskunft darüber geben wie viele Besucher auf die Website gekommen sind, woher sie kommen und wie viele davon zu Käufern geworden sind.

Im Folgenden sollen die beiden Komponenten einer erfolgreichen Auswertung von Online Marketing Kampagnen zunächst einzeln dargestellt und dann abschließend zusammen gebracht werden.

 

Wie funktioniert Kampagnen-Tracking?

Hinter dem Kampagnen-Tracking steht die Messung von Besucherzahlen, Besuchszeit, Absprungrate und weiterer Faktoren einer Website in Zusammenhang mit einer Online Marketing Kampagne. Dank Google Analytics kann die Entwicklung der Besucherzahlen von Beginn einer Kampagne überwacht werden.

Damit Analytics die benötigten Daten korrekt darstellen kann, muss bei der Erstellung der Link-URLs einiges beachtet werden. Daher stellt Google ein zuverlässiges Tool zum Taggen der URLs zur Verfügung. Das Taggen muss in Abhängigkeit vom Kampagnentyp erfolgen, was in Google‘s Tool übersichtlich und unkompliziert gelöst ist.

4 wesentliche Faktoren müssen bei jedem Kampagnentyp beachtet werden:

  • Website-URL: Ziel URL auf die man den Besucher schicken möchte.
  • Kampagnen-Quelle: Woher kommt der Traffic? Hier kann man zum Beispiel Quellen wie Newsletter+Monat, Facebook oder Blogads.de hinterlegen.
  • Kampagnen-Medium: Über welches Medium kommen die Besucher? Das könnten zum Beispiel Banner, Empfehlungs-Link oder Blogartikel sein.
  • Kampagnen-Name: Welchen Namen gibt man der Kampagne? Wenn die erforderlichen Informationen im Tool hinterlegt sind und der Anwender auf den Button „URL erstellen“ klickt, erhält er im Anschluss die fertige URL für die Kampagne. Im unten abgebildeten Screenshot ist die Maske des Google Tools dargestellt:

 

Auf Grundlage der hier eingetragenen Daten erhält der Benutzer am Ende eine fertige URL.

Zum Beispiel:

http://www.seoseo-gmbh.com/?utm_source=Blogads&utm_medium=Banner&utm_campaign=GoogleWatchBlog.

Wer die URL zu lang findet, kann diese durch die Verwendung eines URL Shorteners verkürzen. Die URL kann im Anschluss als Ziellink der Kampagne hinterlegt werden.

Wenn ein Anwender beispielsweise ein Banner bei Blogads.de bucht und die in Analytics generierte URL als Ziellink hinterlegt, dann ist es für die Nutzer nicht sichtbar, dass der Link mit Parametern versehen ist. Google hingegen fällt dies auf und kennzeichnet die Kampagne entsprechend.

 

In sieben Schritten zum Conversion-Tracking

Die meisten Internetseiten verfolgen konkrete Ziele. Shopanbieter wollen, dass Kunden ihre Produkte kaufen und Newsportale wollen, dass Nutzer möglichst viele Ihrer Seiten aufrufen. Die angestrebten Ziele können vom Betreiber einer Website festgelegt werden. Diese Ziele werden auch Conversions genannt.

Mit Hilfe des Conversion-Trackings kann ermittelt werden, wie viele Besucher einer Website das definierte Ziel ausführen. Am Beispiel eines Online-Shops lässt sich das verdeutlichen. Besucher sollen bei dieser Form des Webangebots zu Käufern werden. Als Käufer ließt das Google Analytics dann all jene Nutzer aus, die nach einer Kontaktanfrage auf der Dankeseite landen und daher vermutlich ein Interesse an der Firma haben.

Das ermöglicht dem Administrator der Website die Anzahl, Datum und Höhe seiner Sales im Auge zu behalten. Für eine detailgenauere Überwachung der Sales eignet sich ein Google Analytics Tool namens E-Commerce Tracking. Gerade für Online Shops ist eine Einrichtung dieses Tools sinnvoll.
Zur Einrichtung eines funktionierenden Conversion-Trackings müssen ein paar Schritte durchgeführt werden. Der unten abgebildete Screenshot veranschaulicht die Durchführung der einzelnen Schritte, die im Google Analytics Konto durchgeführt werden müssen.

Schritt 1: Auf „Verwaltung“ oben rechts im Konto klicken
Schritt 2: Den „Reiter“ Ziele auswählen
Schritt 3: Auf „+Ziel“ klicken
Schritt 4: Zielname definieren. Zum Beispiel „Anmeldungen“
Schritt 5: Zieltyp „URL-Ziel“ wählen
Schritt 6: Die Danke-Seite als URL hinterlegen
Schritt 7: „Speichern“ klicken

Nach der erfolgreichen Definition von Zielen und des bereits erfolgten Taggens von Kampagnen URLs kann nun im nächsten Schritt eine Zusammenführung der beiden Aktionen stattfinden.

Profi Tipp: Für eine detailgenauere Betrachtung der Conversions bei Onlineshops eignet sich Google`s E-Commerce Tracking noch besser. Dazu gibt es zum Beispiel hier weitere Informationen. Diese Methode ist aber nicht für jede Website praktikabel. Da das Conversion-Tracking erfüllt aber für den Großteil von Advertisern alle wichtigen Funktionen und ist außerdem deutlich leichter einzurichten.

 

Google Analytics Report auswerten

Im Anschluss an die technischen Aspekte folgt nun der wirtschaftlich interessante: die Auswertung der Kampagne. Zunächst muss der Anwender dafür sein Google Analytics Konto aufsuchen. Unter Conversions > Ziele > Übersicht > Quelle/Medium erhält man zunächst eine Übersicht über die zustanden gekommenen Conversions pro Quelle/Medium. Klickt man auf die Quelle erhält man eine Detailansicht. Hier muss man zunächst als Sekundäre Dimension “Kampagne” Auswählen:

Als nächstes muss man im “Explorer-Tab” die “Zielgruppe 1” auswählen.
Als Ergebnis erhält man eine Übersicht über alle Kampagnen und mehrere Spalten mit zusätzlichen Informationen. In der Spalte “Sale” kann man die Conversion-Rate ablesen. Nun kann man sich ganz einfach die Anzahl der Conversions ausrechnen.

Mit in paar Handgriffen in Excel kann man schließlich eine Tabelle erstellen in welcher Qelle/Medium, sowie Kampagnen in Verbindung mit Besucherzahl, und Conversions gebracht werden:

Der Nutzer sieht also ganz genau welche Kampagne effektiv den Traffic erhöht hat. In der nächsten Spalte ist die Zahl der Conversions festgehalten. An dieser Stelle greift die Verbindung von Kampagnen-Tracking und Conversion-Tracking, denn der Nutzer kann zwei Dinge auf Anhieb sehen.

1. Welche meiner Kampagnen hat wie viele Besucher auf meine Website gebracht?

2. Wie viele Conversions wurden generiert?

Die Beantwortung dieser beiden Fragen ist für die weitere strategische Ausrichtung sehr entscheidend. Sie ermöglicht nämlich die Beurteilung der Performance einzelner Kampagnen. Eine unrentable Kampagne kann auf Grundlage der Google Analytics Zahlen schnell eingestellt werden und Kampagnen mit guter Performance skaliert werden. Darüber hinaus kann auch der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden. Die letzten drei Spalten zeigen warum. Können den Kampagnen bzw. Conversions Umsätze und Kosten zugewiesen werden erhält man schließlich den effektiven Gewinn. Eine derartig genaue Auswertung des Kampagnen Erfolgs ist Offline nicht möglich. Und daher liegt gerade hier ein entscheidender Vorteil von Online Marketing.

Solltet Ihr Fragen haben oder bereits eigene Erfahrungen gemacht haben, dann nutzt bitte die Kommentarfunktion.

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Autor: Julian Barkow – Geschäftsführer der SEOSEO GmbH

Ein Kommentar auf “Mit Google Analytics erfolgreich Kampagnen tracken
  1. Matthias sagt:

    Vielen Dank für den sehr interessanten und wertvollen Beitrag! Werde die Tipps mit Google Analytics mir zu Herzen nehmen. (o:

    Gruß

    matthias

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